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Wie der Film entstand

<p>Disney zeigt im Kino, wie Schimpansen frei leben – ermöglicht haben das Leipziger Affenforscher. Tobias Deschner berichtet über die Arbeit mit Kamerateam und tierischen Hauptdarstellern.</p>

Dolmetscher im Dschungel

Disney zeigt im Kino, wie Schimpansen frei leben – ermöglicht haben das Leipziger Affenforscher. Tobias Deschner berichtet über die Arbeit mit Kamerateam und tierischen Hauptdarstellern.

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Wissenschaft zum Film

Taï-Schimpansen - die Wissenschaft zum Film

Seit Jahrzehnten beobachten die Leipziger Max-Planck-Wissenschaftler die Schimpansen im Taï-Nationalpark. Dabei stoßen sie immer wieder auf neue, faszinierende Verhaltensweisen. Allmählich können sie ein Bild vom Leben der bedrohten Menschenaffen zeichnen – etwa davon, wie sie sich im dichten Dschungel zurechtfinden, geschickt mit Werkzeug hantieren, gemeinsam jagen und mit Fleisch handeln oder Leoparden in die Flucht schlagen.

Die Themen:

  • Sozialleben

    Zu einer Schimpansengemeinschaft gehören mehrere erwachsene Männchen, mehrere Weibchen und deren Nachwuchs. Eine solche Gruppe kann zwischen zwölf und 150 Mitglieder umfassen. Die Tiere bleiben aber nicht den ganzen Tag zusammen, sondern streifen in kleineren Gruppen – sogenannten „Parties“ – umher. [mehr]

  • Fellpflege

    Schimpansen widmen sich gerne und ausgiebig der gegenseitigen Fellpflege. Dabei geht es keineswegs nur darum, Schmutz und lästiges Ungeziefer loszuwerden. Das teils stundenlange Ritual des Lausens – auch Grooming genannt –  fördert die Entspannung und hat eine wichtige soziale Bedeutung. Es dient dazu, Freundschaften zu pflegen, Allianzen zu schmieden und sich die Unterstützung von Gruppenmitgliedern zu sichern. Die gegenseitige Fellpflege ist daher auch eine wichtige Strategie zum Machterhalt. [mehr]

  • Adoption

    Im Disney-Film „Schimpansen“ findet der kleine Schimpansenjunge Oscar, dessen Mutter vermutlich von einem Leoparden getötet wurde, in Freddy einen liebevollen Ziehvater. Das stattliche Alphamännchen kümmert sich rührend um seinen Schützling. Es trägt ihn auf dem Rücken, pflegt sein Fell, teilt mit ihm Essen und sein Nest und bringt ihm alles bei, was ein Schimpanse zum Überleben im Dschungel braucht. [mehr]

  • Orientierung

    Der tropische Regenwald im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste ist ein Dickicht aus Buschwerk, Lianen und umgestürzten Bäumen. Die Sichtweite beträgt meist weniger als 20 Meter. In dieser unübersichtlichen Umgebung müssen sich die Schimpansen orientieren, Futter- und Trinkplätze wiederfinden und die Grenzen ihrer Territorien abstecken. [mehr]

  • Werkzeuggebrauch

    Schimpansen sind erfinderisch und äußerst geschickt. Mithilfe ausgewählter Gerätschaften gelingt es ihnen, die extrem harten Panda-Nüsse zu knacken, wehrhafte Ameisen zu angeln oder versteckte Bienennester zu plündern. Um an den süßen Inhalt von Honigwaben zu gelangen, nutzen sie sogar Multifunktions-Werkzeuge. [mehr]

  • Jagdverhalten

    Schimpansen ernähren sich zum überwiegenden Teil vegetarisch: Früchte und Blätter stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte, aber auch Blüten, Samen, Nüsse und Honig. Hin und wieder essen Schimpansen jedoch auch Fleisch. [mehr]

  • Natürliche Feinde

    Für die Schimpansen im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste kommt der Tod auf leisen Pfoten: Mit einem Sprung aus dem Hinterhalt packt der Leopard seine Beute und tötet sie mit einem Biss in die Kehle oder Brust. Der Angriff ist so überraschend, dass dem Opfer keine Zeit zur Flucht bleibt. [mehr]

  • Territorialverhalten

    Spannung liegt in der Luft: Eine kleine Gruppe Schimpansen-Männchen schleicht durch den Regenwald. Lautlos, mit gesträubtem Fell bewegen sie sich durch das Dickicht, einer hinter dem anderen. Nur hin und wieder bleiben sie stehen, nicht um zu fressen, sondern um an Blättern und Ästen zu riechen und nach verdächtigen Geräuschen zu lauschen. [mehr]

Copyright: Sonja Metzger

 
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